Pressestimmen über die Gruppe

Die Rubrik Presseschau wird ab 2017 nicht weiter fortgeführt. Die Pressebeiträge bilden das Vereinsleben ab, deshalb werden diese künftig auch dort veröffentlicht.


Sauengatter

Der Dachshund - November 2016

Carola Staufenbiel mit Marta von Sunderhaar

Die Jagdsaison steht vor der Tür und für unsere Hunde beginnt eine arbeitsreiche Zeit. Wir haben wieder viele Stunden im Sauengatter verbracht, um die Teckel, die bei Ansitzdruckjagden zum Einsatz kommen sollen, fit zu machen. Allerdings gibt es auch Hundeführer, die aus Spaß an der Freude erproben und beweisen wollen, was in unserem kleinsten Jagdhund steckt. So ist das auch bei Carola Staufenbiel. Seit Jahren begleitet sie unsere Veranstaltungen und sorgt liebevoll für die kulinarische Betreuung der Prüfungsteilnehmer. Als Tochter eines Jägers hat sie den Draht zum Waidwerk nie verloren.

 

Vor zwei Jahren kam Marta in ihren Haushalt. Marta ist ein Kaninchenteckel und passt insofern ganz gut zu Carola, die selbst kaum höher als 1 ½ Meter ist. Marta ist ein Energiebündel, sehr temperamentvoll und alles andere als leicht zu führen. Aber Frauchen hat Ehrgeiz. Was die großen können, kann Marta auch, meinte sie von Anfang an. Ist doch alles dran an so einem Kaninchenteckel, nur eben kleiner.


Dass so eine Ausgabe von Taschenwolf in der Jagdpraxis sehr bald an ihre Grenzen stößt, ist uns allen klar. Aber der Mut der Hundeführerin, zu beweisen, dass die jagdlichen Anlagen nicht verloren gegangen sind, ist bewundernswert. Nachdem Marta vor einem Jahr die Spurlautprüfung absolviert hat, setzte es sich Carola in den Kopf, sie auch auf der Wundfährte auszubilden. Warum nicht, denn auch eine ganz kleine Hundenase hat 220 Millionen Riechzellen. Praktische Unterstützung bekam Carola Staufenbiel von Lothar Kusian aus Flechtingen, einem erfahrenen Jäger und Hundeführer. Obwohl die Witterungsbedingungen bei der Schweißprüfung im Mai nicht günstig waren, wurde ein 2. Preis der Lohn für die viele Mühe.

Und wer dann glaubte, dass Carola nun genug hätte, der lag schief. An den Übungstagen am Schwarzwildgatter bereitete sie immer das Frühstück und hat dabei auch mal über den Zaun geschaut. Im Frühjahr fragte sie mich, ob ein Kaninchenteckel auch am Schwarzwild arbeiten darf.  Was spricht dagegen, außer dass die Sauen bei Martas hochfrequentem Gekläffe vielleicht einen Nervenzusammenbruch erleiden könnten. Gesagt, getan, vor etwa einem halben Jahr hat der Kaninchenteckel Schwarzwild kennen gelernt, war sehr beeindruckt und noch vorsichtig. Inzwischen ist sie etwas reifer geworden und auch selbstbewusster. Als sie am vergangenen Wochenende wieder in das Schwarzwildgatter durfte, hat sie vom Weg aus mit hoher Nase ganz flink die Sauen aufgespürt. Die Rute ging nach oben und der ganze Hund voran, ohne zu zögern direkt auf die Sauen zu, die sich bei dem nervigen Gebell auch gleich in Bewegung setzten. Als Marta sie zu sehr bedrängte, wagte einer der beiden Keiler einen Scheinangriff. Der Teckel wich aus, stellte den Sicherheitsabstand wieder her und setzte anschließend die Verfolgung fort.

Und nun ist Marta von Sunderhaar der erste Kaninchenteckel in Sachsen-Anhalt, der die Eignungsbewertung am Schwarzwild nachgewiesen hat. Auch wenn sie nie an einer Drückjagd teilnehmen wird, sie hat uns allen Respekt abgerungen.

 

Kaum zu glauben, dass so eine Hand voll Hund fähig ist, eine Rotte Sauen (Gattersauen!) auf die Läufe zu bringen. Jetzt wissen wir es ganz genau, ein bisschen Wolf steckt in jedem Teckel!

 

Angela Kummert

Gruppe Letzlinger Heide


Unsere Vielseitigkeitsprüfung

Der Dachshund - November 2016

Unsere erste Vielseitigkeitsprüfung lief gut. Wir hatten zu diesem Zweck ein neues Revier ausgewählt, welches auf großer Fläche vergleichbare Bedingungen für die Schweißarbeit bietet und außerdem ausreichend viele Parzellen  mit reichlich Unterwuchs für die Stöberarbeit hat.

Mit einem zünftigen Frühstück unter freiem Himmel wurden Prüflinge, Richter und Helfer begrüßt. Nach der Erledigung der Formalitäten brachte unser Richter-Shuttle  die Akteure an die Schweißfährten. Obwohl das Revier gewiss nicht frei von Verleitungen ist, konnte man hier drei sehr ansprechende Arbeiten beobachten. Die Abrichtefächer wurden problemlos absolviert. Etwas schwieriger gestaltete sich die Stöberarbeit.

Waldfried Sutter - Reh tot.


Zwei der Hunde zeigten dabei am Prüfungstag nicht ihre gewohnte Leistung und konnten in diesem Fach leider nur mit einem dritten Preis bewertet werden. Aber die dritte und jüngste Hündin arbeitete ihre Parzelle gründlich ab und wurde auf der anderen Seite der Fläche vom Prüfungsleiter angenommen. Wie auch in der Schweißarbeit erreichte sie die höchstmögliche Bewertung. Für die Hasenspur setzten wir in die Börde um. Sehr weit ist das nicht und der Weg lohnt sich immer, wenn man durch den hervorragenden Hasenbesatz, für den diese Region bekannt ist, seine Kräfte schonen kann. Die Felder waren zum Teil abgeerntet und so durchstreiften wir einen ausgedehnten Stoppelacker. In weniger als einer Stunde hatten wir ausreichend Hasen aufgespürt. Nach langanhaltender Dürre und bei starkem Wind war es für die Hunde sehr schwer, die Hasenspur zu halten und weit voran zu bringen. Dass das aber möglich ist, zeigte die Rauhhaarteckelhündin Abby vom Glienecker Teich eindrucksvoll. 

 

Zwischen einem Schlag mit Mais und einer üppigen Hecke wartete unser gruppeneigener Partyservice schon auf uns. Unter unserem Pavillon waren zwei Bierzeltgarnituren aufgebaut. Erschöpft ließen sich alle Prüfungsteilnehmer nieder. Es gab Kammscheiben und Würstchen vom Grill. Nachdem wir uns gestärkt hatten, saßen wir noch recht lange und sprachen über die Ereignisse des Prüfungstages.

Mir war klar, dass heute keiner der Hunde gezeigt hatte, was er wirklich kann. Einer hatte ein wenig Pech beim Schweiß, der andere beim Stöbern und der dritte war bei der Hasenspur zu sehr erschöpft, um seinen Ersten Preis zu bestätigen. Aber so ist das nun mal. Nicht immer ist ein Hund in Höchstform und ein Hundeführer ist es auch nicht. Dennoch war die Prüfung erfolgreich, denn alle drei Hunde haben bestanden. Und wie unser Richterobmann sehr treffend bemerkte, ist eine Vielseitigkeitsprüfung nicht irgendeine Prüfung, sie ist anspruchsvoll und verlangt über mehrere Disziplinen hohe Leistungen und ein gutes Zusammenspiel von Hundeführer und Hund. Ein Spaziergang ist eine Vielseitigkeitsprüfung jedenfalls nicht.

 

Umso mehr freuen wir alle uns mit unserer Teckelfreundin Janina Knorr, die zum ersten Mal eine Vielseitigkeitsprüfung absolviert und  ihre beiden Kurzhaarteckel Ida und Kono von den Eifelhexen zum Erfolg geführt hat.

 

Angela Kummert

Gruppe Letzlinger Heide 


2016

Der Dachshund - Seite 1

November

Haldensleber Rundschau

Oktober

Haldensleber Rundschau

April

Der Dachshund - Seite 2

November

Der Dachshund

November

Volksstimme

Juni