Beiträge aus dem Vereinsleben 2012



Wandertag der Gruppe Letzlinger  Heide


Landesauswahlsuche am 10.06.2012 für die Bundessiegersuche des DTK

Herr Kempka mit "Kira vom Calvörder Land" vertritt unseren Landesverband auf der Bundessiegersuche 2012.

 

Wir wünschen dem Gespann viel Erfolg.


Wassertest 16. September


Unsere Teilnehmer an der sechsten Landessiegerausstellung am 02. Juni 2012 in Bad Lauchstädt OT Schafstädt


Spurlautprüfung am 20.10.2012

Tagessieger war Wolfgang Gluch mit Bergjäger´s Bautz

Der Herbst hat uns voll im Griff. Eine so wunderschöne Laubfärbung wie in diesem Jahr können wir nicht immer genießen. Noch gab es keinen Frost und die Sonne verwöhnt uns Tag für Tag.

 

Das ist die richtige Zeit, um noch eine Spurlautprüfung zu machen. Die Felder sind abgeerntet und die Mäuse flitzen über den Stoppelacker, als ginge es um ihr Leben – geht es ja auch. Und nicht nur die Mäuse haben in der Ernte ihre Deckung verloren, auch die vielen Hamsterbaue sind im Börderevier nicht zu übersehen. Hamster sind geschützt und man hat selten Gelegenheit, mal einen in freier Wildbahn zu erleben. Aber heute haben uns die kleinen Nager so richtig geärgert. Wir mussten mit ansehen, dass Hunde statt der Hasenspur zu folgen, sich mehr für die Hamster interessierten. Leider gibt es aber dafür gar kein Leistungszeichen und bedauerlicherweise haben unter diesen haarigen Bedingungen drei Hunde die Hasenspur nicht ordentlich gearbeitet, obwohl sie dazu durchaus in der Lage gewesen wären.


Dennoch gab es auch ganz hervorragende Leistungen. Die beste Arbeit zeigte Bergjäger´s Bautz. Er arbeitete die Hasenspur über eine sehr weite Distanz sicher und mit gutem Laut. Bei so einem Hund darf man hoffen, dass der Hundeführer noch viele weitere Prüfungen vorbereiten wird, denn neben seiner guten Leistung besticht der Rüde auch äußerlich, ein wirklich bildschöner schwarzroter Rauhaar.

 

Von unseren elf Prüflingen haben am Ende des Tages acht ein Leistungszeichen erhalten, oft sauer verdient, denn die wenigsten Hunde arbeiteten schon beim ersten Hasen korrekt. Auch die Treiberwehr hatte Überdurchschnittliches zu leisten, denn so viele Hasen muss man erst einmal finden und der Bördeacker ist bekanntlich schwer. In diesem Fall machte uns auch die Sonne, die man sonst im Herbst so gern genießt, zu schaffen.

 

Am Ende der Prüfung erwartete uns schon die Frau des Revierinhabers, die ein köstliches Mittag-essen für uns alle zubereitet hatte. Nach dem  Essen gaben die Richter ihre Bewertung  bekannt und wir saßen noch   einmal in trauter Runde versammelt und konnten den Tag Revue  passieren lassen. Nicht jeder hatte Grund zur Zufriedenheit. Aber so  ist das nun einmal, manchmal hat man eben auch Pech. Nur dann darf  man nicht aufgeben. Manch ein Hund hat schon im zweiten Anlauf den  Tages-sieger gemacht, auch wenn es beim ersten Mal nicht geklappt hat. Und dafür drücke ich unseren drei Pechvögeln die Daumen.


Tag des Hundes am 3. Juni 2012


Unsere erste Zuchtschau im Mai 2012


Spurlautprüfung 22. April

Der 22. April war für eine Spurlautprüfung in der Gruppe Letzlinger-Heide auch ein recht später Termin. Wir hatten ihn ja auch nur nachgeschoben, weil der Bedarf das erforderte. Aber nun wollten zwölf Hundeführer noch das Leistungszeichen erlangen und uns war im Vorfeld nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dass wir mindestens zwölf Hasen finden mussten, obwohl das Getreide teilweise fast kniehoch war und der Raps schon in die Blüte ging.

 

Umso mehr erfreute uns der Prüfungsverlauf. Fast jeder Hund zeigte gleich beim ersten Hasen eine exzellente Arbeit, sodass tatsächlich nur drei Hunde einen zweiten Hasen benötigten. Am Ende der Prüfung hatten alle Hunde bestanden, zehn von zwölf mit einem 1. Preis und darunter wieder sieben mit 100 Punkten. Das ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass zehn der Hunde noch blutjung sind. Und auch die zwei Hundeführer, deren Teckel an diesem Tag unter ihrer gewohnten Leistung blieben, müssen nicht enttäuscht sein. Es ist ganz normal, dass nicht jede Arbeit eine Spitzenleistung sein kann, zu viele Faktoren beeinflussen das Ergebnis, insbesondere bei jungen Hunden. Da spielen Vegetation, Windrichtung, Fluchtrichtung des Hasen, Feuchtigkeit, körperliche Verfassung des Hundes (nicht selten auch des Hundeführers) und viele andere Dinge eine Rolle. Oft wirkt sich auch nachteilig aus, dass der Hund ähnliche Situationen wie bei der Prüfung noch gar nicht kennt.

 

Ein besonderes Lob hat auch unser Teckelfreund Frank Braumann verdient. Er gestaltete gemeinsam mit seiner Frau Birgit liebevoll unseren Sammelpunkt und Birgit sorgte außerdem für unser leibliches Wohl.

 

Egal ob man als Hundeführer, als Züchter oder als Richter das Ergebnis dieser Prüfung betrachtet, man darf durchaus sehr zufrieden sein. Züchterisch sind wir auf einem guten Weg, denn die angewölften Eigenschaften sind die Grundlage für die Entwicklung zu einem zuverlässigen Jagdhund. Jedem Richter schlägt das Herz höher, wenn er erlebt, dass so viele junge Hunde so hervorragende Arbeiten zeigen und jeder Hundeführer darf nach so einem Tag ganz zu Recht stolz sein, denn er hat einen Welpen mit guten Anlagen erworben und ihn ordentlich auf die erste Prüfung vorbereitet.

 

Nur eins dürfen wir nicht, nämlich die Hände in den Schoß legen und uns auf unseren Lorbeeren ausruhen. Leistung erfordert immer neuen Einsatz, in der Zucht und in der Ausbildung. Also packen wir es an und sehen uns vielleicht bei der Schweißprüfung im Herbst wieder.


Schweißprüfung der DTK-Gruppe Letzlinger-Heide

Nicht jeder Jagdtag ist ein Fangtag. So ähnlich gilt das auch für manche Hundeprüfung. Zu unserer Schweißprüfung am 15. März waren sechs Gespanne angetreten. Zwei davon hatten sich nach erfolgreicher SchwhK auf die Arbeit mit dem Fährtenschuh vorbereitet.

 

Unser Prüfungsrevier ist reiner Kiefernwald, überwiegend mittelalte Bestände mit fast einheitlicher Bodenvegetation, also gute Voraussetzung für Fährten mit gleichem Schwierigkeitsgrad.

 

Aber dieser 15. März hatte es in sich. Schon als wir in das Revier fuhren, konnte man auf dem angrenzenden Getreideacker die frischen Fährten eines starken Rudels Rotwild sehen. Schon bei der Vorbereitung der Prüfung war mir aufgefallen, dass an den frischen Kronen, die der Holzeinschlag der letzten Monate auf dem Waldboden zurückgelassen hatte, intensiv geschält worden war. Und auch im Moos waren die Trittsiegel unserer größten Schalenwildart nicht zu übersehen.

 

So kam es, dass einige der Hunde, insbesondere die mit den ersten Startnummern, trotz guter Prüfungsvorbereitung doch Probleme mit den Verleitungen bekamen. Für manche war Rotwild eine bisher unbekannte Wildart und vielleicht gerade deshalb besonders interessant. Und damit nicht genug, Starnummer 1 musste an einem befahrenen Fuchsbau vorbei, Startnummer 2 brachte einen Hasen auf die Läufe und die Jägerin mit Startnummer 4 sah eine Bache mit Frischlingen aus einer Entfernung, wie man sie sich ohne Waffe eigentlich eher nicht wünscht. Die Bache entfernte sich ohne ihren Nachwuchs, der etwas irritiert einige Augenblicke in der Nähe der Dackeldame verweilte.

 

Natürlich wirken solche Erlebnisse nicht positiv auf das Prüfungsergebnis und so guter Wildbestand wie an diesem Tag ist zwar für den Waidmann erfreulich, aber einer ausgeglichenen Arbeit des Prüflings nicht dienlich.

 

Am Ende hatten wir leider nicht in jedem Fall eine Prüfung, die dem Leistungsniveau des Gespannes entsprach. Nicht nur die Hunde kämpften mit erschwerten Bedingungen, auch einige der Hundeführer hatten in der Folge ein angeschlagenes Nervenkostüm und vergaßen all ihre jagdlichen Erfahrungen.

 

Aber so ist das nun mal, nicht immer zahlt sich der Fleiß der vergangenen Monate am Prüfungstag aus.

 

Unser Richterobmann Waldfried Sutter von der Gruppe Gardelegen gab jedem Prüfling wertvolle Hinweise und ganz individuelle Ratschläge. Beim gemeinsamen Mittagessen, welches der Teckelfreund Dieter Reichhard von der Gruppe Oschersleben in seiner Jagdstube in Klüden für und bereitet hatte, wertete Waldfried Sutter die Arbeit jedes Hundes aus und erläuterte die Beurteilung durch die Richter.


Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Am  4. November fand unsere letzte Prüfung für dieses Jahr statt. Bei der Schweißarbeit sollten die Hunde zeigen, ob sie für eine Nachsuche auf krankgeschossenes Wild hinreichend vorbereitet sind. Sechs Hunde waren zur Prüfung angemeldet.

 

Wir trafen uns in aller Frühe in der kleinen Jägerstube beim Teckelfreund Dieter Reichart in Klüden. Während unser Prüfungsleiter, Dr. Helmut Wiese, die Ahnentafeln einsammelte und die Impfausweise der Prüflinge kontrollierte, hatte jeder noch Gelegenheit zu einer kleinen Stärkung, bevor vielleicht später die nervliche Anspannung auf den Magen schlägt und den Appetit zunichtemacht. Nach einer kurzen Einweisung und Vorstellung des Richterteams (Reinhard Müller, Waldfried Sutter und Angela Kummert) ging es ab in das Revier.

 

Dort zeigte sich sehr eindrucksvoll, wer genügend geübt hatte, wer seinen Hund gut beobachtet und dessen Informationen „lesen“ kann, aber auch wer Vertrauen zu seinem Hund hat. Wie bei fast jeder Schweißprüfung haben die Richter erleben müssen, dass Hundeführer Fehler machen und ihre Hunde dadurch verunsichern. Im Ergebnis beeinflusst das die Leistung immer negativ. Manch ein Hund schien dabei zu denken: Na wenn der Alte sowieso alles besser weiß, warum sagt er mir nicht gleich, in welche Richtung ich laufen soll?!.

 

Es lässt sich leicht urteilen, wann man nicht selbst die Leine in der Hand hält. Deshalb ist es ja auch sehr zu begrüßen, dass jeder Richter von Zeit zu Zeit selbst eine Prüfung ablegen muss. Sonst würde man doch glatt vergessen, wie sehr Nervosität auf den Magen schlägt und manchmal sogar fast blind macht. Aber da wir Richter uns dieser Herausforderung ja immer wieder stellen, haben wir uns doch noch ein wenig Verständnis für den armen Tropf bewahrt, der da am mittleren oder hinteren Ende der Leine hängt, quer durch Wundbetten latscht und sich wundert, wenn sein Hund plötzlich nicht geradeaus  will.

 

Einige unserer Prüflinge haben schwer gekämpft, jedoch konnte am Ende jeder ein wohlverdientes Leistungszeichen mit nach Hause nehmen.

 

Aber es gab auch durchaus hervorragende Leistungen. Zwei der Hunde haben einen Ersten Preis mit jeweils 100 Punkten erreicht. Lothar vom Calvörder Land suchte zügig und sehr passioniert, zeigte Verleitungen an,  korrigierte stets selbstständig und fand sicher  zum Stück.

Zum Tagessieger körten wir Dary von der Alten Breite. An der 10 m langen Schweißleine zog sie ihren Hundeführer (Ulrich Köppe aus Grieben) schnurstracks vom Anschuss über die drei Wundbetten und einige Bögen und Schneisen bis hin zum Endstück. Waidmannsheil! – Da gab es nichts zu verbessern!

Auch dem Züchter,  Arne Henze aus Köckte, darf man an dieser Stelle ruhig einmal gratulieren. Aus dem Zwinger „von der Alten Breite“ sind seit vielen Jahren Hunde hervorgegangen, die auf der Schweißfährte überdurchschnittliche Leistungen zeigen. Selbst bei den Bundessiegersuchen hat dieser Zwinger unser Bundesland mehrmals würdig vertreten und schließlich auch einen Bundessieger hervorgebracht. Als Jäger kann man sich nur wünschen, dass so ein guter Zwinger noch viele Jahre aktiv sein wird.

 

Abschließend möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei unseren Richtern und meinen Helfern bedanken, die mit hohem persönlichem Einsatz die Durchführung dieser Prüfung möglich machten. Allen voran Klaus Kempka, aber auch Lothar Kusian und Uwe Klebingat waren unentbehrlich für das Gelingen dieser Veranstaltung.

 

Angela Kummert


Mit ganzem Herzen dabei

Wenn ich mir Besitzer eines Bauernhofes vorstelle, denke ich zuerst an Gummistiefel, vielleicht ein kariertes Hemd oder eine Mistforke. Ich denke an Hände, die von der schweren Arbeit hart geworden sind und Gesichter, auf denen                         Sonne und Wind im Laufe der Jahre ihre Spuren hinterlassen haben.

 

Ganz anders ist das in Bebertal auf dem Bauernhof von Familie Pehns. Da findet man zwar noch ein paar Pferde in den Stallungen, aber mit Landwirtschaft hat das weniger zu tun. Sabine Pehns  führt auf dem Gehöft ihren Hundesalon, während Ehemann Claus zur Arbeit nach Magdeburg fährt. Tochter Sandra ist Pharmaassistentin und bei einem großen Pharmakonzern tätig. Sabine hat also ihr Hobby  zum Beruf gemacht. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie so recht als Frohnatur erscheint, mmer freundlich und gutgelaunt!

Die Familie besitzt selbst drei Hunde, zwei Teckelrüden und eine Tschechoslowakische                                           Wolfshündin.

Wenn Sabine aus einem Wollknäuel einen gut gepflegten Hund macht, strahlt ihr Gesicht und sie versucht, auch das Tier bei guter Laune zu halten. Das ist nicht immer ganz einfach, denn mancher Rumtreiber betrachtet Kamm und Bürste eher als Folterinstrumente. Aber mit dem Geschick eines Profis und dem Einfühlungsvermögen einer ganz engagierten Hundeliebhaberin gewinnt Sabine Pehns  früher oder später doch das Herz ihres vierbeinigen Kunden.

 

Auch nach Feierabend nehmen Hunde einen wichtigen Platz im Leben von Sabine Pehns ein. So wurde sie 1999 Mitglied des Vereins „Deutscher Teckelklub 1888 e.V.“, damals in der Gruppe Gardelegen. Als im vergangenen Jahr dann die Gruppe Letzlinger Heide gegründet wurde, war sie vom ersten Tag an dabei und arbeitet seither im Vorstand als Verantwortliche für das Ausstellungswesen. Die Gruppe Letzlinger Heide profitiert dabei von Sabines Kenntnissen, die sie auf zahlreichen Ausstellungen verschiedener Hunderassen erworben hat.

 

Im Mai leitete Sabine Pehns eine Zuchtschau in Letzlingen, die ganz große Anerkennung fand. Der beauftragte Richter, Herr Manfred Lange aus Lüdelsen in der Altmark, lobte die Kompetenz der Schauleiterin, die ihm bei der Bewertung der Hunde assistierte und die Ergebnisse dokumentierte.

 

Auch aus dem Publikum kamen zahlreiche anerkennende Äußerungen. Wie so oft hatte Sabine mit einem Lächeln im Gesicht die Fäden fest in ihren Händen. Sie leitete die Zuchtschau, als würde sie dergleichen täglich tun. Niemand merkte, dass es die erste Zuchtschau war, die unter ihrer Regie durchgeführt wurde. Und niemand kam auf die Idee, dass die Organisatoren dieser Veranstaltung alle miteinander Neuland betreten hatten.

 

Der Vorstand der Gruppe Letzlinger Heide des DTK bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Teckelfreunden, die durch ihren Einsatz unsere Zuchtschau zum Erfolg gedeihen ließen und ganz besonders bei Frau Sabine Pehns aus Bebertal.