Beiträge aus dem Vereinsleben 2024


Champion kommt aus dem Huy

Quelle: Volksstimme Haldensleben vom 15.02.2024


Laufsteg der "Taschenwölfe"

Quelle: Volksstimme Haldensleben vom 12.02.2024


Die Schönsten der drei Haararten unserer Spezialausstellung

Von links nach rechts: Kris Heineking mit Yago vom Altsiedlerhof; Richterin Joana Krietsch, Wolfgang Kempenie mit Inka vom Assebach, Richter Dirk Topel und Claudia Linzen mit Matze vom Charlottenhof. 


Fernsehbeitrag MDR Sachsen-Anhalt Heute vom 11.02.2024 -              Dackel-Contest in Bülstringen



Ein schöner Tag geht zu Ende

 

Drei Dackel, drei Leistungszeichen, kein krankes Raubwild, was will man mehr!

 

Die Jagdfreunde um Bernd Michael herum hatten den heutigen Jagdtag perfekt vorbereitet. Peter hatte den Drahthaar mit dabei.

 

Ich mache mir jetzt den Kamin an und eine Flasche Rotwein auf, wohlverdient.

Lassen wir die Bilder sprechen.

 

Waidmannsheil, Angela Kummert.

 


Bodenjagd im Sonnenschein

Der Tag sollte schön werden. Wir hatten uns in zwei Revieren zur Bodenjagd im Naturbau angemeldet. Im Schnee konnte man gut die Spuren erkennen. Die Temperatur war ein wenig unter dem Gefrierpunkt und die Sonne schien. Eigentlich war das Wetter für die Jagd auf den Fuchs viel zu schön, denn wir mussten damit rechnen, dass das Raubwild unterwegs ist und weniger den Bau hütet. Die Ranzzeit war auch noch nicht vorüber. 

 

Als Richter begleiteten mich Christian Koppe und Nicole Köhler. Zu prüfen waren die Hunde von Andreas Welling und Jens Riemer. Verstärkung mit Flinte und Vorstehhund war Nicole Kunert, die sich allmählich auf eine Richteranwartschaft vorbereitet. Als Revierinhaber begleiteten uns Norman Schrinner und Konstantin Szymkowiak.

 

Wir trafen uns um 9.00 Uhr und weil wir gleich am frühen Morgen Erfolg haben wollten, fingen wir an den Kalkbergen unweit von Bülstringen an. Die „Kalkberge“ nennen die Einheimischen einen riesigen künstlich aufgeschütteten Wall aus Erde hinter einer Hühnerfarm. Dieser Wall ist von Fuchsbauen geradezu durchzogen. Auf beiden Seiten des ca. 60 m langen Walls findet man etliche Einfahrten. Wenn man mal graben muss, ist das Erdreich nicht zu schwer. Sicherlich lieben die Füchse dieses Raubwildhochhaus, weil es darin immer angenehm warm ist. Jedenfalls haben wir in den letzten 20 Jahren dort stets Erfolg gehabt. 

 

In diesem Winter sollte es aber nicht klappen. Die Teckel schlieften zwar ein und suchten lange den Bau ab, aber kein Laut war zu vernehmen. Also versuchten wir unser Glück an anderer Stelle. Den Bau in einer Grabenböschung nahm Quintus eifrig an. Schnell fand er zum Raubwild und verbellte dieses. Bisher hatte der Hund nur Erfahrung im künstlich angelegten Fuchsbau. Zumindest aber wusste er schon, dass Raubwild wehrhaft ist. Er zeigte sich noch einmal in der Einfahrt, vergewisserte sich, dass Herrchen noch da ist und schwupps war er wieder im Bau verschwunden. Sein Laut war durchgehend zu hören und der Bausender verriet uns, dass er das Raubwild Stück für Stück bis zum Ende der Röhre drückte. Als sich die Position nicht mehr änderte, wurde der Einschlag gemacht. Der Hund wurde abgenommen und die Schützen warteten darauf, dass der Fuchs springt. Das tat dieser auch, aber nicht sofort. Er wartete ab, bis die Aufmerksamkeit der Jäger schwächelte, das war seine Chance. Der Fuchs entkam. Alles was uns von ihm blieb war ein Foto, denn die Frau mit den kalten Händen an der Kamera war konzentriert geblieben.

 

Vor einem weiteren Bau, den wir arbeiten wollten, lag ein verendeter Fuchs. Die Staupe geht um. Damit war das erste Revier abgearbeitet. Wir wechselten nach Behnsdorf.

 

Schon während wir mit den Autos die Feldwege passierten, konnten wir mehrere Füchse beobachten. Also die waren alle schon mal nicht zu Hause. Schönes Wetter ist für die Bodenjagd eher ungünstig. Wir stellten die Autos hinter einer Hecke ab und gingen einen langen Feldweg bergauf bis zum nächsten Bau. Aus der Ferne sahen wir, dass der Fuchs in der Sonne lag und sich den Balg wärmen ließ. Als er uns bemerkte, schliefte er ein. Was dann folgte, war eine bemerkenswert gute Arbeit des Hundes, der zuvor noch nie einen Bau kennengelernt hatte. Eddy stürmte in die Röhre und war sofort laut. Kaum eine Minute später verstummte das Bellen und wir ahnten, er hat gefasst. Der Hund hielt den Fuchs drei Minuten, dann drückte er ihn weiter in die Röhre, wieder wurde es leise und wieder hörte man das Bellen des Hundes. Als er den Fuchs fest hatte, machten wir einen Einschlag. In einem Meter Tiefe kamen wir auf die Röhre, genau über dem Hund. Es war schwierig, ihn abzunehmen, denn die Röhre war sehr eng und Hund und Fuchs verbissen. Das sind Augenblicke, in denen die Nerven blank liegen. Um diese Situation schnell zu beenden, wurde der Einschlag erweitert, der Hund abgenommen, sodass das Raubwild mit der Kurzwaffe erlöst werden konnte. 

 

Die Sonne stand am Horizont. Wir hatten einen schönen Jagdtag erlebt und zwei sehr passionierte Hunde hatten ein wohlverdientes Naturleistungszeichen erlangt. Was will man mehr? Es ist ein schöner Abschluss für die Saison. Vier Rebhühner, die gerade vorbeiflatterten, schienen uns „danke“ zu sagen.

 

Angela Kummert


Bodenjagd Fuchsberg

Quelle: Dachshund 1/2 2024